HDSurround >> xXx - Triple X

Die Übersicht

Sprache

Tonformat

Bitrate
(c) Columbia TriStar Home Entertainment

Deutsch

Dolby Digital 5.1

448 kbps

Englisch

Dolby Digital 5.1

448 kbps

 

 

 

Surround Bewertung

 

Surround Referenz

 

Studio, Erscheinungsjahr:

Columbia Pictures, 2002
Verleih, Erscheinungsjahr: Columbia TriStar Home Entertainment, 2003

 

Der Sound von xXx - Triple X

Niemand soll sich zu früh enttäuscht fühlen, wenn gleich bei den ersten Szenen, in welche die deutsche Rockgruppe Rammstein von der Front ertönt. Sekunden später folgt gleich der erste wirklich toll gelungene Surround-Effekt. Der Auftakt zu einem fulminaten Tonerlebnis mit sehr aggressiven Einsatz der beiden Surrounds.

"xXx" will beim Sound klotzen statt kleckern (wie schon bei den restlichen Komponenten des Films). Der Sound ist nicht unglaublich detailreich, wo jedes Vögelchen und Blättchen möglichst räumlich vertont ist. Hier geht es viel mehr um die Show. Alles was irgendwie tonal beeindrucken kan, ist auch surroundig abgemischt. Das heisst Xanders "geliehene" Corvette hubt von hinten rechts und fährt dann schön von hinten nach vorne, dann eine Schar Polizeistreifen, welche ebenfalls einer nach dem anderen über den Zuschauer fährt. Wir treffen auch Stimmen von hinten, Windhauch, Schüsse, Feuersalven und umherfliegende Teile an, die Liste lässt sich weit fortsetzen. Alles in schönem Mehrkanalton, der wirklich Spass macht.
Zum grossen Teil verantwortlich für das Sound-Design dürfte Sound Effects Editor Ken Fischer sein, der schon bei Terminator 2, Jurassic Park 1-3, Backdraft, Indiana Jones 2 und 3 und dem letzten Teil der Star Wars Saga (Episode 6) sein Können beisteuern konnte. Ein Mann mit Erfahrung.
Die Effekte sind meist von einfacherer Natur. Absolut professionelle Abmischkunst ist hier nicht zu finden (wäre mit Hilfe von Surround EX einiges leichter zu machen), wir glauben aber hier nicht an einen Mangel an Können sondern an die Festlegung dieses Sound-Stils der hier wirklich perfekt zum Film passt und konsequent durchgezogen wurde.

"xXx" fährt aber durchaus zu einem sehr hohen Niveau auf, was uns die Verfolgungsjagd im hohen Gebirge und der heruntergrollenden Lawine sehr gut beweist. Hier kann wahrlich von weiterem Demo-Material gesprochen werden. Alle Register werden gezogen, wenn die Lawine mit furchtbaren Getöse auf uns zubrettert, Surround-Feeling pur, zusammen mit brachialem Basseinsatz, der auch beim restlichen Film zu Hochform aufläuft. Einfach Wahnsinn!

Auch die Musik steht auf eine gute Show. Sie ist ebenfalls sehr aggressiv abgemischt mit dem Chor und einigen Stimmen und/oder Instrumenten von hinten. Einige wenige Rock-Songs sind jedoch fast zu frontlastig und manchmal ohne Center (dies tönt dann zum Teil schon fast ein wenig billig), wo andere wieder sehr surroundig aufwarten. Vom Score sind wir zufrieden. Dieser fügt sich ebenfalls schön räumlich ins Geschehen ein.

Obgleich der sehr aggressiven Natur des Tons und die damit aufkommende Gefahr, dass der Zuschauer so zu sehr vom Film abgelenkt wird, gestaltet sich der Sound-Mix über die ganze Länge gesehen recht gleichmässig. Die Effekte passen und sind zur richtigen Zeit in der richtigen Lautstärke platziert.

Für Surround-Referenz darf sich eine DVD keine nennenswerte Schwäche leisten. Bei der selten eher schwach abgemischten Musik wollen wir ein Auge zudrücken. In solchen Momenten werden wir sowieso wieder von anderen Effekten getröstet. Wir denken, dass "xXx - Triple X" die Referenz verdiehnt hat, wenn auch knapp. Die Sound-Show, die hier geboten wird ist einfach einmalig und macht einfach riesig Spass. Dazu sehen wir doch noch einen kleinen Vorsprung zu den ähnlich abgemischten (aber mit weniger Show-Einlagen) "Collateral Damage" oder "Men in Black II." Must hear!

Autor: Patrick Josef Kurmann
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